Schutz

Geflüchtete Personen suchen in unserem Land Schutz. Die Integration dieser Menschen ist nicht problemlos, aber sie ist machbar, wenn wir diese gemeinsam wollen. Menschen anderer Kulturen bereichern unsere Gesellschaft. Die Bevölkerung sollte die Migration als Potenzial und nicht als Bedrohung betrachten. Die Schweiz hat auch wirtschaftlich immer von Migrantinnen und Migranten profitiert. Es braucht konsequente und effiziente Asylverfahren, die den Asylsuchenden ihre Würde und ihre individuellen Rechte garantieren. Asylsuchende müssen menschenwürdig wohnen können und den Bedürfnissen von Frauen und Kindern muss Rechnung getragen werden. Es braucht einen offenen Dialog, damit die Bevölkerung Vertrauen in die nationale und kantonale Asylpolitik aufbauen kann.

In der Schweiz gibt es leider auch das Problem des Menschenhandels. Meist im Zusammenhang mit Migration und Ausbeutung in der Prostitution. Aber es gibt auch zunehmend Fälle, bei denen es um die Ausbeutung der Arbeitskraft geht. Gleichzeitig dürfen wir uns nicht nur auf das Bild von afrikanischen MigrantInnen, die über das Mittelmeer zu uns kommen, fixieren. Es gibt beispielsweise auch viele Frauen und Kinder aus Osteuropa oder Asien, die Opfer von Menschenhandel werden. Auch Männer sind von Menschenhandel betroffen. Ihre Fälle stehen oft im Zusammenhang mit Arbeit. Besondern im Bau- oder Gastgewerbe ist das Problem bekannt. Dafür haben wir in der Schweiz eine Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel und ein Opferschutzgesetz. Weil diese Verbrechen oft im Verborgenen stattfinden, brauchen die betroffenen Menschen unsere besondere Aufmerksamkeit und unseren Schutz.

Oft wird über ein Verbot der Sexarbeit diskutiert. Dieser Weg ist für mich nicht zielführend, würde es doch bedeuten, dass SexarbeiterInnen nicht mehr geschützt wären und sie ihre Arbeit im Verborgenen weiterführen. Bereits heute gibt es negative Auswirkungen, wenn ein Land ein Prostitutionsverbot ausspricht: es entstehen in Nachbarländern Ballungszentren, die Sex zu Dumpingpreisen bieten. Wenn wir an der Gleichstellung und am Respekt zwischen den Geschlechtern arbeiten und dahin wirken, dass Menschen keine Waren sind, dann bin ich überzeugt, wird die Sexarbeit weniger. Ganz verschwinden wird sie nicht von dieser Welt. Also müssen wir die Sexarbeitenden so gut wie möglich mit den besten Rahmenbedingungen schützen (bspw. mit einfacherem Zugang zu Gesundheitspraxen, geschützte Räume und einfachem Zugang zur Polizei). Auch die Freier müssen Verantwortung übernehmen. Wir sollten über eine Kondompflicht nachdenken.

Auch Opfer häuslicher Gewalt und ihre Familien brauchen unseren Schutz. In der Schweiz sterben jährlich durchschnittlich 25 Personen infolge häuslicher Gewalt, davon 4 Kinder. Zusätzlich erfolgt jede Woche ein Tötungsversuch (Quelle: Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG). Häusliche Gewalt ist besonders auch für die Kinder eine Erfahrung, welche sie ein Leben lang begleitet und tiefe Spuren hinterlässt.

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